Borderless

Eine Theaterzusammenarbeit mit 7 Partnern in Cambridge

 

In Cambridge trafen vom 14 bis zum 16. November sieben Partner des studentischen Theaters aus den unterschiedlichsten Ländern  zusammen, um gemeinsam in 48 Stunden eine Performance auf die Beine zu stellen, die sich mit der aktuellen Flüchtlingsthematik befasst. Während den zwei Tagen intensiver Arbeit entstand ein 12 minütiges Stück mit dem Titel „Borderless“, das bei der Veranstaltung  „Views on the Bridge“ in der Cambridge Junction präsentiert wurde.

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner wurde durch den Verein GrAFiTi absl. ins Leben gerufen, der den grenzüberschreitenden Austausch und die kulturelle Zusammenarbeit im Bereich studentisches Theater in der Großregion  fördert. Zu den Partnern gehören unter anderem die spanisch sprachige Theatergruppe „Los Mutantes“ und das interkulturellen Sozialunternehmen „Mochila Productions“ aus Saarbrücken sowie „Grrrrr“ und die Theatergruppe „Edudrame“, die beide ihren Sitz in Luxemburg haben. Nicht zu vergessen sind ebenfalls die Theatergruppen „TUM“ aus Frankreich sowie „Acting Now“ und „Ars in Fiery“ aus Cambridge.

Zur Vorbereitung auf das Wochenende wurden alle Teilnehmer gebeten, ein Objekt und einen Text mitzubringen, die sie mit dem Thema „Borderless“ in Verbindung bringen. Bevor jedoch die Objekte und Texte vorgestellt wurden, fanden am ersten Tag verschiedene Workshops statt, in denen sich die Teilnehmer kennenlernten und erste Elemente für die Gesamtperformance erarbeitet wurden. Zum Ende des Tages stellten alle Mitglieder der Gruppe ihre Objekte in einer zweiminütigen Darbietung vor. Obwohl die Müdigkeit jedem anzumerken war, holten alle bei der letzten Aufgabe noch einmal das Bestmögliche aus sich heraus. So kam es, dass nicht bei jedem die Augen trocken blieben. Der erste Tag war durch die intensive Zusammenarbeit, die Diskussionen und die unterschiedlichen Charakteren ein voller Erfolg. Es war eine tolle Gruppendynamik entstanden, die auch im weiteren Verlauf bestehen blieb.

Am Sonntag wurde es konkret –alle Teilnehmer sollten in Gruppen aufschreiben,  welche Erwartungen und Wünsche sie für das Stück hatten. Es wurde diskutiert, gelacht, nachgedacht und gearbeitet  bis zum Umfallen! Zum Ende des Tages stand jedoch dank der aufregenden und interessanten Diskussionen bereits der erste Teil der szenischen Miniatur.

Am Montag wurde vielen Teilnehmern bewusst, warum  viel Zeit für die Workshops eingeplant worden war. Zu Beginn war durch die knapp bemessende Zeit spürbar, dass jeder so schnell wie möglich zu einem Resultat kommen wollte. Das jedoch erst am Sonntagabend mit der Arbeit an dem finalen Stück begonnen wurde, verunsicherte einige Mitglieder der Gruppe. Die Perfomance „Borderless“ setzte sich  letztendlich jedoch nur aus den Elementen zusammen, die man zuvor in den Workshops erarbeitet hatte. Nützlich waren ebenfalls die Objekte und Texte, die geschickt in das Stück integriert wurden.

Als dann am Abend die Scheinwerfer auf die Theatergruppe gerichtet waren, zeigten alle ihr Können. Ob langjährige Theatererfahrung oder Anfänger – es hatte sich während des Wochenendes eine unglaubliche Energie entwickelt, die bei jedem einzelnen Schauspieler zu sehen war. Nach dem Aufritt fiel die Anspannung von jedem ab, und es war spürbar, wie zufrieden sowohl die Schauspieler als auch das Publikum waren. Während der Show hatte alles einwandfrei geklappt  und man hatte das Ziel erreicht, etwas Gemeinsames  zu schaffen: Ein Stück das die aktuelle Flüchtlingspolitik kritisiert und gleichzeitig darauf aufmerksam macht, das man auch in kleinen Schritten etwas verändern kann. Denn wenn sieben unterschiedliche Partner aus vier verschiedenen Ländern mit fünf Sprachen gemeinsam mit Herz und Verstand ein Theaterstück innerhalb von 48 Stunden auf die Beine stellen, ist dies jawohl das beste Beispiel für „Borderless“!

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Ein Kommentar

  1. Von Monty Langbehn am

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